Die Weihnachtsgeschichte

    • Die Weihnachtsgeschichte

      Die Weihnachtsgeschichte
      Hört ihr es auch? Das Knistern und Rascheln im Gehölz wird von Tag zu Tag deutlicher. Etwas zieht herauf, kriecht langsam in jeden von uns und es bringt etwas mit sich. Abenteurer, tretet heran, dann erzähle ich euch bei einer Tasse Glühwein von meiner Jagd nach dem Geist der Weihnacht! Lacht nur, ich habe ihn mit meinen eigenen Augen gesehen. Ein Wesen von unbeschreiblicher Macht und Wissen. Ihr könnt froh sein, dass ich meine Jagd nicht vollendet habe! Es wäre das Ende von Weihnachten gewesen. Tagelang streifte ich umher, weit abseits von jeder Zivilisation. So allgegenwärtig dieser Geist auch sein mag, so schwer ist er doch wirklich zu erkennen, wenn er vor einem steht. Ich war natürlich auf alles vorbereitet und tief im eisigen Tal kam es dann zu unserer ersten Begegnung. Dort war der Schnee viel weißer und das Eis noch glatter als an jedem anderen Ort. Dort stand dieses Wesen und erwartete mich, als hätte es gewusst das ich früher oder später dort ankommen würde. Ich war noch jung und übermütig und wollte den größten Fang der Geschichte machen. Was wäre da besser geeignet als eine vergessene Gottheit? Nun stand ich dort und wir kämpften Tag und Nacht, einen ganzen Monat lang! Bis dieses Wesen seine mächtigste Waffe gegen mich einsetzte und den Sieg errang. Es war das Gefühl von Glück und Liebe. Es war als würden sich meine Augen das erste Mal für all das Schöne dieser Welt öffnen und ich erkannte, dass keine Anerkennung dieser Welt dieses Gefühl ersetzen konnte. So ließ ich meine Waffen sinken und begleitete den Geist der Weihnacht überall hin und brachte den Segen zu all jenen, die ihn am meisten gebraucht haben. Als Dank für meine Hilfe wurden mir drei Wünsche erfüllt. Ich habe sie hier und teile sie gerne mit Euch. Die ewigen Schneeflocken des eisigen Tales und Päckchen voller Glück. Aber öffnet sie nicht! Denn Glück geht schneller verloren als man möchte.

      Ihr schaut den alten kautzigen Mann an und auch wenn ihr die Geschichte kaum glauben könnt, er erzählte sie mit einer solchen Hingabe das alleine die Vorstellung daran, dass ein Funken Wahrheit dahinter steckte schon ein wohliges Gefühl durch Euren Körper fließen lässt. Doch wer war er und hatte er nicht von drei Wünschen gesprochen?

      Wer ich bin? Ein einfacher Wanderhändler auf der Durchreise... oder vielleicht der größte Abenteurer der Welten zwischen denen ich wandle? Zu viele Geschichten für eine Nacht, aber habt nur Geduld, wir sehen uns bestimmt wieder. Frohe Weihnachten und ich hoffe auch eure Augen haben sich nun geöffnet!